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Geschichtliches

Die Reformation

Zum völligen Bruch mit dem katholischen Fulda kam es mit der Einführung der Reformation im Riedeselland im Jahr 1527 durch Hermann IV. Riedesel.

Bekanntlich hat dieser im Jahre 1527 in Lauterbach den ersten evangelischen Prediger, Johannes Hachenberg, eingesetzt. Stockhausen und Rixfeld gehörten damals noch zur Pfarrei Herbstein. Der dortige Pfarrer, Caspar Haun, war ebenfalls der Lehre Luthers zugetan, und es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser wohl schon Ende des Jahres 1527 in Stockhausen evangelischen Gottesdienst gehalten hat, ganz sicher aber seit 1528.

Pfarrer Haun aber hatte einen Feind, Hermann Riedesels Bruder Theodor, der im Gegensatz zu seinem, vom evangelischen Glauben erfassten Bruder, der katholischen Lehre auch weiterhin zugetan blieb und der Ausbreitung der Reformation Schwierigkeiten in den Weg legte, wo er nur konnte.

Gemeinsam mit dem Abt von Fulda, seinem Freund und Gönner, vertrieb er Pfarrer Haun aus Herbstein. Hermann Riedesel verschaffte diesem dann eine Pfarrstelle in Echzell. Herbstein wurde wieder katholisch. Dies veranlasste Hermann Riedesel, die seither zur Pfarrei Herbstein gehörigen Dörfer Schlechtenwegen, Altenschlirf, Steinfurt, Rixfeld, Schadges und Stockhausen von dort abzutrennen und zu einer neuen evangelischen Pfarrei Stockhausen zusammenzuschließen. Dies geschah höchstwahrscheinlich im Jahr 1528. Ob Hermann Riedesel damals der Pfarrei Stockhausen einen eigenen Pfarrer gab, oder Stockhausen von Eisenbach oder Lauterbach aus kirchlich betreut wurde, lässt sich nicht feststellen.

Der erste, mit Sicherheit nachweisbare evangelische Pfarrer in Stockhausen war Springelius Niger, der um 1565 nach Stockhausen kam.

Erste Eintragungen im Kirchenbuch Stockhausen gab es ab 1606.

 

Nach der Abtrennung von Altenschlirf, Schlechtenwegen und Steinfurt 1672 zu einem  eigenen Kirchspiel (mit Nösberts, Weidmoos), bestand die Pfarrei Stockhausen nur noch aus den verblieben drei Ortschaften. In Stockhausen und Rixfeld gab es eigene Kirchen, die von dem jeweiligen Stockhäuser Pfarrer betreut wurden.




Thomas Hahn malte 1859 als Schüler die Kirche von Rixfeld. Er war vermutlich der Sohn von Thomas Hahn (*1818 in Schlitz) und Anna Elisabetha Stock (*1.5.1821 in Eisenbach),
der Schwester von Dekan Stock.



                                              

Karl Luft - Historisches